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Seite 1 — Verstehen

Human Factory · Themenwelt 02 · Modell 01

Positive
Leadership

Kim Cameron · University of Michigan · 2003

01

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Kern-Aussage

Die meisten Führungsansätze fragen: Was läuft falsch? Positive Leadership fragt: Was ist möglich — und wie schaffe ich Bedingungen, unter denen Menschen und Organisationen aufblühen?

Das Spektrum (Cameron)

Negative Abweichung

Dysfunktion, Toxizität, Schaden

Normalbereich

Gesundheit, Effizienz, Fehlerfreiheit

★ Positive Abweichung

Aufblühen, außergewöhnliche Leistung, Sinn

Positive Leadership zielt bewusst auf die rechte Seite.

3 Kernaussagen

  • 01

    Klassisches Management ist defizitorientiert. Positive Leadership ergänzt es: Klarheit plus Menschlichkeit, nicht Entweder-oder.

  • 02

    Organisationen mit positiver Abweichung haben messbar bessere Ergebnisse — nicht trotz des Fokus auf Menschen, sondern deswegen.

  • 03

    Die Frage ist nicht, wie man Energie erzeugt. Sondern wie man aufhört, sie täglich durch Defizitorientierung zu zerstören.

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Seite 2 — Arbeiten

Human Factory · Positive Leadership

Kim Cameron · 2003 · Seite 2 / 2

Arbeiten

Praxis

Stolperfallen

  • Stärkenorientierung als Absage an Feedback missverstehen — positiv führen heißt nicht: Probleme schweigen.
  • Positive Energie performativ erzwingen statt authentisch zu zeigen — Mitarbeitende spüren den Unterschied.
  • Sinn predigen, ohne ihn selbst glaubwürdig zu leben — Diskrepanz zerstört Vertrauen.

Woran erkenne ich Fortschritt?

  • +Mitarbeitende beschreiben ihre Arbeit spontan als bedeutsam — ohne Nachfrage.
  • +Fehler werden offen angesprochen, weil das Klima sicher ist.
  • +Die Sprache in Meetings verschiebt sich: mehr Möglichkeiten, weniger Defizite.
  • +Engagement bleibt auch in schwierigen Phasen spürbar hoch.

Buzzword-Check

  • Positives Denken: Kein Schönreden — aktives Gestalten von Bedingungen.
  • Wohlfühlkultur: Verbindet Menschlichkeit mit Leistungsanspruch.
  • Lobdusche: Spezifisches, aufrichtiges Feedback — kein pauschales Lob.

Einsatzmöglichkeiten

  • FK-Entwicklung: Positive Leadership als Rahmenprinzip verankern.
  • Teamentwicklung: Stärkenprofile sichtbar machen und Aufgaben ableiten.
  • Kulturwandel: Sprache und Rituale bewusst positiv gestalten.
  • Krisenführung: Energie, Sinn und Zusammenhalt gezielt stärken.

Was kann ich morgen schon tun?

1

Stärke benennen

Einer Person im Team heute etwas Spezifisches sagen, das sie gut gemacht hat — konkret, aufrichtig, ohne Umweg.

2

Sinn explizit machen

In einer Runde oder im Einzelgespräch: Warum ist diese Arbeit wichtig? Für wen? Was verändert sie?

3

Positive Ausnahme fragen

In der nächsten Besprechung: 'Wann lief es hier besonders gut — und was war da anders?' Stärken als Lernquelle nutzen.

Meine Gedanken

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