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Seite 1 — Verstehen

Human Factory · Themenwelt 03 · Modell 02

Broaden-and-
Build

Barbara Fredrickson · University of Michigan · 2001

02

Seite 1 / 2

Kern-Aussage

Positive Emotionen sind nicht nur angenehm — sie sind funktional. Sie erweitern den Denkhorizont und bauen langfristig Ressourcen auf, die in schwierigen Zeiten tragen. Die Spirale dreht sich aufwärts.

Die Aufwärtsspirale (Fredrickson)

01

Positive Emotionen

Freude, Neugier, Dankbarkeit, Inspiration, Verbundenheit

02

Erweiterter Denkraum

Offeneres Denken, mehr Kreativität, breitere Wahrnehmung

03

Ressourcenaufbau

Stärkere Beziehungen, mehr Wissen, mehr Resilienz

Mehr positive Emotionen

Mehr Ressourcen erzeugen mehr positive Emotionen

3 Kern-Aussagen

  • 01

    Negative Emotionen verengen den Fokus (Kampf oder Flucht). Positive Emotionen erweitern Denk- und Handlungsspielraum.

  • 02

    Positive Erfahrungen bauen kumulativ Ressourcen auf — soziale, kognitive, psychologische und physische.

  • 03

    Organisationsklima, Wertschätzungskultur und gemeinsame Erlebnisse sind keine weichen Nebenaspekte — sie sind Ressourceninvestitionen.

Human Factory

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Seite 2 — Arbeiten

Human Factory · Broaden-and-Build

Barbara Fredrickson · 2001 · Seite 2 / 2

Arbeiten

Praxis

Stolperfallen

  • Positive Emotionen erzwingen wollen — Positivität lässt sich nicht verordnen, sondern nur ermöglichen.
  • Die Theorie auf Events reduzieren: ein Sommerfest ersetzt keine nachhaltige Wertschätzungskultur.
  • Den negativen Fokus nicht aktiv ausbalancieren — und dann wundern, warum die Spirale abwärts dreht.

Woran erkenne ich Fortschritt?

  • +Auch in belastenden Phasen entstehen kreative Ideen und neue Perspektiven.
  • +Feedback und Wertschätzung werden häufiger und spontaner — nicht nur in Jahresgesprächen.
  • +Das Team erholt sich nach Krisen spürbar schneller als zuvor.
  • +Meetings haben eine veränderte Energie: mehr Initiative, weniger Erschöpfung.

Buzzword-Check

  • Happy Culture: Broaden-and-Build beschreibt funktionale Ressourcenbildung, keine Spaßkultur ohne Substanz.
  • Work-Life-Balance: Die Theorie geht über Ausgleich hinaus — positive Emotionen bauen aktiv Kapital auf, das in Krisen trägt.
  • Motivationspsychologie: Der Mechanismus ist Erweiterung: breiterer Denkhorizont führt zu mehr Optionen und stärkeren Beziehungen.

Einsatzmöglichkeiten

  • Führungskultur: Wertschätzung als systematische Praxis etablieren — nicht als Ausnahme bei guten Ergebnissen.
  • Team-Retrospektiven: What-Went-Well als feste erste Frage verankern, bevor Probleme bearbeitet werden.
  • Krisenbegleitung: Nach intensiven Projekten bewusst positive Erfahrungen schaffen — Spirale neu anstoßen.
  • Kulturdiagnose: Verhältnis positiver zu negativer Kommunikation erheben — als Ausgangspunkt für Maßnahmen.

Was kann ich morgen schon tun?

1

Erfolg benennen

Im nächsten Meeting gezielt fragen: 'Was lief diese Woche besonders gut — und was hat das möglich gemacht?'

2

Wertschätzung konkret

Einer Person heute etwas Spezifisches sagen, das sie gut gemacht hat — aufrichtig, nicht pauschal.

3

Positive Ausnahme

In der nächsten Besprechung: 'Wann lief es hier besonders gut — und was war da anders?' Stärken als Lernquelle.

Meine Gedanken

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