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Seite 1 — Verstehen

Human Factory · Themenwelt 03 · Modell 05

What Went Well

Martin Seligman · Positive Psychologie · Three Good Things

05

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Kern-Aussage

Eine der einfachsten und am besten belegten Interventionen der Positiven Psychologie. Drei Fragen. Jeden Tag. Messbarer Effekt auf Wohlbefinden und Resilienz — teilweise noch Monate nach Abschluss der Übung.

Die Übung (Martin Seligman)

01

Was lief heute gut?

Konkret — groß oder klein, privat oder beruflich.

02

Warum lief es gut?

Was hat dazu beigetragen? Was war mein Anteil?

03

Was nehme ich daraus mit?

Was kann ich wiederholen, verstärken oder weiterentwickeln?

Täglich · 5–10 Minuten · schriftlich · mindestens 3 Wochen

3 Kern-Aussagen

  • 01

    Das menschliche Gehirn hat einen negativen Bias — WWW trainiert aktiv die Wahrnehmung für das Positive, ohne die Realität zu verleugnen.

  • 02

    Die entscheidende Wirkung kommt durch die Kausalfrage: 'Warum lief es gut?' — das stärkt Selbstwirksamkeit, nicht nur Dankbarkeit.

  • 03

    In kontrollierten Studien zeigte WWW über mehrere Wochen signifikante Verbesserungen im Wohlbefinden und messbare Reduktion depressiver Symptome.

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Seite 2 — Arbeiten

Human Factory · What Went Well

Martin Seligman · Seite 2 / 2

Arbeiten

Praxis

Stolperfallen

  • Die Übung einmalig einführen und dann wieder fallen lassen — Wirkung entfaltet sich erst nach mindestens 2–3 Wochen.
  • WWW als Pflichtformat im Meeting verordnen — erzwungene Positivität wirkt kontraproduktiv.
  • Nur das 'Was' notieren, nicht das 'Warum' — damit fehlt der entscheidende Selbstwirksamkeitseffekt.

Woran erkenne ich Fortschritt?

  • +Die Sprache im Team verändert sich: Gelingendes wird häufiger und konkreter benannt.
  • +Meetings starten mit einer positiven Runde — und die Energie im Raum ist spürbar anders.
  • +Einzelne beginnen, eigene Stärken und Beiträge klarer zu sehen und zu benennen.
  • +Wohlbefindenswerte steigen messbar — bei konsequenter Praxis über 3+ Wochen nachweisbar.

Buzzword-Check

  • Positives Denken: WWW ist eine kognitive Übung mit empirisch belegter Wirkung — kein unkritisches Schönreden der Realität.
  • Dankbarkeitstagebuch: Der entscheidende Unterschied ist die Kausalfrage: Warum lief es gut? Das trainiert Selbstwirksamkeit, nicht nur Dankbarkeit.
  • Team-Stimmungsbarometer: WWW ist eine strukturierte Lernintervention, keine Befindlichkeitsabfrage.

Einsatzmöglichkeiten

  • Individuell: Täglich 5 Minuten schriftlich — besonders wirksam in belastenden Phasen oder nach Rückschlägen.
  • Team-Meetings: Jede Woche mit einer positiven Runde starten: 'Was lief diese Woche gut — und warum?'
  • Retrospektiven: WWW als erste Pflichtfrage in jedem Sprint- oder Projektabschluss verankern.
  • Führungsgespräche: Explizit nach Gelingendem fragen, bevor Herausforderungen besprochen werden.

Was kann ich morgen schon tun?

1

Selbst starten

Heute Abend: Drei Dinge aufschreiben, die gut gelaufen sind — und warum. Mindestens 3 Wochen durchhalten.

2

Meeting-Einstieg

Nächstes Team-Meeting mit einer positiven Runde beginnen: 'Was lief diese Woche gut?' Freiwillig, nicht verordnet.

3

Kausalfrage einüben

In Feedback-Gesprächen bewusst fragen: 'Was hat das möglich gemacht?' — Erfolge analysieren, nicht nur feiern.

Meine Gedanken

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