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Seite 1 — Verstehen

Human Factory · Themenwelt 01 · Modell 04

Team
Reflexivity

Michael West · Aston University · 1996

04

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Kern-Aussage

Teams, die nie innehalten, lernen nicht aus sich selbst. Team Reflexivity ist die Fähigkeit, gemeinsam zu fragen: Was machen wir — und was sollten wir ändern?

Der Reflexionszyklus

01

Handeln

Das Team arbeitet und entscheidet.

02

Innehalten

Bewusster Moment des Pausierens.

03

Reflektieren

Was lief gut? Was lernen wir?

04

Anpassen

Erkenntnisse fließen ins Handeln.

↺ Der Zyklus wiederholt sich kontinuierlich

3 Kernaussagen

  • 01

    Teams wiederholen ihre Muster — auch dysfunktionale — wenn niemand fragt: Wie arbeiten wir eigentlich zusammen?

  • 02

    Retrospektiven ohne Konsequenz sind kein Lernsystem. Entscheidend ist, ob Reflexion wirklich etwas verändert.

  • 03

    Reflexivity ist der Mechanismus, der aus Erfahrung Entwicklung macht — statt aus Erfahrung nur Routine.

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Seite 2 — Arbeiten

Human Factory · Team Reflexivity

Michael West · 1996 · Seite 2 / 2

Arbeiten

Praxis

Stolperfallen

  • Retrospektive als Pflichtformat ohne echte Konsequenz — das Format existiert, aber nichts verändert sich.
  • Führungskraft bewertet statt moderiert — wer Macht hat, beeinflusst, was gesagt wird.
  • Zeitdruck als permanente Ausrede — unter Druck braucht man Reflexion am meisten.

Woran erkenne ich Fortschritt?

  • +Erkenntnisse aus Retrospektiven werden umgesetzt und beim nächsten Mal überprüft.
  • +Das Team benennt eigene Muster — auch unbequeme — ohne Führungsinitiative.
  • +Kritik an Prozessen wird als Beitrag gewertet, nicht als Nörgelei.
  • +Reflexion findet auch spontan statt — nicht nur in vorgesehenen Formaten.

Buzzword-Check

  • Lessons Learned Meeting: Einmaliges Rückblicken ohne Routinisierung ist kein Lernsystem.
  • Retro: Das Format allein ist kein Garant — ob Reflexion etwas verändert, entscheidet.
  • Feedback-Runde: Reflexivity ist kollektiv und auf das Team als System gerichtet.

Einsatzmöglichkeiten

  • Agile Teams: Sprint-Retrospektiven als echte Lernschleife.
  • After-Action-Reviews: Strukturierte Nachbereitung nach kritischen Ereignissen.
  • Leadership-Entwicklung: FK als Moderator und Rollenmodell für Selbstreflexion.
  • Teambuilding: Echte Reflexion schafft mehr Kohäsion als Events.

Was kann ich morgen schon tun?

1

15-Minuten-Reflexion

Nach dem nächsten wichtigen Meeting 15 Minuten einplanen: Was lief gut? Was würden wir anders machen?

2

Leitfragen einführen

Drei feste Fragen für Retrospektiven: Was lief gut? Was würden wir anders machen? Was ist unser nächster Schritt?

3

Erkenntnisse sichtbar machen

Ergebnisse aus der nächsten Reflexion aufschreiben und beim übernächsten Treffen wieder aufrufen.

Meine Gedanken

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