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Seite 1 — Verstehen

Human Factory · Themenwelt 06 · Modell 04

PERMA

Martin Seligman · 2011

04

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Kern-Aussage

Das Ziel der Positiven Psychologie ist nicht Glück — es ist Aufblühen. PERMA beschreibt fünf messbare Dimensionen, die Organisationen gezielt fördern oder vernachlässigen können.

Das PERMA-Modell (Seligman, 2011)

P

Positive Emotions

Freude, Dankbarkeit, Neugier, Inspiration — positive Gefühle im Alltag erleben.

E

Engagement

Flow und vollständiges Aufgehen in bedeutsamer Tätigkeit — Zeit vergessen.

R

Relationships

Echte, tragende Beziehungen — Verbundenheit, Zugehörigkeit, Fürsorge.

M

Meaning

Das Erleben, zu etwas Größerem beizutragen — Sinn jenseits der eigenen Person.

A

Accomplishment

Das Erleben von Kompetenz und Erfolg — Ziele erreichen, Wachstum spüren.

PERMA beschreibt Aufblühen — nicht nur die Abwesenheit von Krankheit oder Leid.

3 Kern-Einsichten

  • 01

    Meaning (M) und Relationships (R) sind in Organisationen am häufigsten vernachlässigt — dabei haben sie die stärksten Auswirkungen auf Engagement und Fluktuation.

  • 02

    Höheres PERMA geht mit gesteigerter Produktivität, weniger Krankheitstagen und höherer Kreativität einher. Das ist keine Wohlfühlpolitik — es ist Wirtschaftlichkeit.

  • 03

    PERMA-Dimensionen lassen sich einzeln diagnostizieren und gezielt entwickeln. Eine Organisation, die alle fünf bewusst fördert, schafft Bedingungen für nachhaltiges menschliches Gedeihen.

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Seite 2 — Arbeiten

Human Factory · PERMA

Martin Seligman · Seite 2 / 2

Arbeiten

Praxis

Stolperfallen

  • PERMA als Happiness-Programm missverstehen — es ist ein Rahmen für Flourishing, nicht für gute Laune.
  • Einzelne Dimensionen isoliert fördern und dabei systemische Zusammenhänge übersehen.
  • Meaning (M) und Accomplishment (A) zugunsten von P und E vernachlässigen — dabei sind sie besonders wirksam.

Woran erkenne ich Fortschritt?

  • +Alle fünf Dimensionen sind im Team spürbar — nicht nur P (Stimmung) und A (Zielerreichung).
  • +Beziehungsqualität (R) hat sich messbar verbessert — echtes Interesse aneinander ist sichtbar.
  • +Meaning-Gespräche finden statt — auch außerhalb formaler Entwicklungsgespräche.
  • +Erfolgserlebnisse werden benannt und gewürdigt, bevor das nächste Ziel gesetzt wird.

Buzzword-Check

  • Work-Life-Balance: PERMA fragt nicht nach Balance, sondern nach Flourishing — auch schwierige Arbeit kann aufblühen lassen.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Zufriedenheit ist hedonisch — PERMA zielt auf eudaimonisches Gedeihen, das tiefer und nachhaltiger wirkt.
  • Positive Thinking: Seligman distanziert sich von reinem Positivdenken — PERMA integriert Rückschläge als Teil des Wachstums.

Einsatzmöglichkeiten

  • Teamdiagnose: PERMA-Profil des Teams erstellen: Wo sind wir stark, wo strukturell schwach?
  • Führungsentwicklung: Eigenes PERMA-Profil in der Führungsrolle reflektieren und Prioritäten ableiten.
  • Kulturgestaltung: Alle fünf Dimensionen als Gestaltungsrahmen für Rituale und Kommunikation nutzen.
  • BGM & Prävention: PERMA als Ergänzung zu Stressmanagement: Flourishing-Förderung wirkt anders als reine Belastungsreduktion.

Was kann ich morgen schon tun?

1

PERMA-Diagnose stellen

In welchen der fünf Dimensionen ist das Team besonders stark — oder strukturell schwach? Nicht raten — fragen.

2

M & A sichtbar machen

Purpose-Gespräch führen und Wachstum würdigen: Welchen Beitrag leisten wir? Was haben wir diese Woche erreicht?

3

Beziehungszeit schaffen

Bewusst Zeit für echte Begegnung einplanen — nicht nur Projektarbeit, sondern echtes Kennenlernen als Menschen.

Meine Gedanken

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